Den Logistikern stinkt’s – CO2 Ausstoß durch Paketlieferung steigt

Den Logistikern stinkt’s - CO2 Ausstoß durch Paketlieferung steigt

24. Oktober 2017 | PaketChef

Immer mehr Pakete sind unterwegs. Die KEP-Branche nähert sich den 4 Mrd. Paketen. Dies bedeutet auch, dass bereits heute pro Jahr 2,3 Millionen Tonnen CO2 nur durch die Paketdienstleister in Deutschland ausgestoßen werden – Tendenz steigend. Dabei liegt der Großteil bei der CO2 Produktion auf der letzten Meile.

Dass durch die heutige Paketlieferung eine Umweltbelastung entsteht ist unvermeidbar.  Es besteht jedoch ein großes Einsparungspotential. Durch die dynamische Routenoptimierung und dem Vermeiden von Leerfahrten und Zweitzustellungen kann ein beachtlicher Teil des CO2 Ausstoßes schon heute verringert werden.

Derzeit werden viele Lieferrouten auf der letzten Meile allein durch das Wissen und die Erfahrung der Paketfahrer geplant und durchgeführt. Statistische Routen durch die Disposition stehen vor der Fahrt zum Teil zur Verfügung, werden jedoch kaum oder gar nicht berücksichtigt. Das zeigt, dass die bisherige Routenoptimierung noch nicht ausgereift ist und hier dringender Handlungsbedarf besteht.

Reale Erstzustellrate weit niedriger als erwartet

Besondere Umweltbelastung durch Fehlzustellungen

Hinzu kommt, dass die aktuelle Erstzustellrate rechnerisch für alle Pakete bei  knapp über 90% liegt, diese Zahl jedoch real deutlich niedriger ist. Denn dazu zählen die fast 100 Prozent Erstzustellungen bei Geschäftskunden, kurz B2B, wie auch das Abgeben an der Packstation, beim Nachbarn oder das Ablegen an einem, mehr oder weniger geschützten Ort. Das bedeutet, dass die Erstzustellung privater Paketsendungen real bei unter 90 Prozent liegt. Auf die 4 Milliarden Pakete, die im Jahr 2020 erwartet werden, bedeutet dies eine gescheiterte oder nur auf Umwegen erfolgreiche Zustellung von mindestens 400 bis 500 Millionen Paketen. Jedes dieser Pakete generiert zusätzliches CO2 durch Mehraufwand sowohl beim Empfänger wie auch beim Paketdienst.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass im Paketsektor „Letzte Meile“ noch viel  zu optimieren ist.  An vielen Stellen der letzten Meile können und müssen noch Einsparungen und Optimierungen vorgenommen werden. Startups wie PaketChef arbeiten intensiv an diesen Themen. Denn neben Effizienz  und Wertsteigerung muss auch die KEP-Branche ihren Beitrag für eine saubere Umwelt leisten.

Das große Paketdienstleister, wie DPD an der Reduzierung ihren CO2 Emmisionen arbeiten, erfahren sie hier. Ohne innovative IT-Lösungen ist der Erfolg aber begrenzt.

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Ein Gedanke zu „Den Logistikern stinkt’s – CO2 Ausstoß durch Paketlieferung steigt

  1. Günther Niederreiter Antworten

    In der Welt vom 3. September diesen Jahres hat es Michael Gassmann zusammengefasst: Die überraschend schlechte Öko-Bilanz des Online-Handels. http://bit.ly/2yPQDw6

    Eine Verdopplung des Onlineanteils am gesamten deutschen Einzelhandel auf 20 Prozent würde nach Berechnung den Energiekonsum des Landes um 5,6 Prozent steigern. Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie der Europa-Universität Viadrina und der Leipzig Graduate School of Management über die „Auswirkungen des E-Commerce auf den Energieverbrauch“.

    Handel und Logistiker sind hier gefordert.

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