Transport und Logistik braucht keine Digitalisierung? Weit gefehlt!

Transport und Logistik braucht keine Digitalisierung? Weit gefehlt!

17. November 2017 | PaketChef

Der Monitoring-Report „Wirtschaft Digital 2017“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie offenbart es: 52 Prozent der Unternehmen im Bereich Verkehr und Logistik sind der Meinung, dass die Digitalisierung des eigenen Unternehmens nicht notwendig ist. Da verwundert es nicht, dass Transport und Logistik im Vergleich zu anderen Branchen aktuell nur auf Rang zehn von elf liegt. Noch schlechter platziert ist nur das Gesundheitswesen. Aus Sicht des Bundesministeriums können insbesondere Start-ups hier unterstützen.

Dass eine derartige Vielzahl von Unternehmen im Bereich Transport und Logistik die Digitalisierung als nicht notwendig erachtet, liegt auch an fehlendem Wissen. Dabei ist dieses Wissen essentiell für ein Überleben. Neue Geschäftsfelder und Geschäftsidee entstehen nicht nur in den angestammten Branchen. Wer hätte gedacht, dass Verlagshäuser, wie die Nordkurier Mediengruppe oder Taxiunternehmen, wie Taxi24 zum Paketzusteller werden und damit in den Bereich der Logistik vordringen. Auch wenn das Bundesministerium den Bereich Verkehr und Logistik bis 2022 auf Rang neun sieht, so ist dies im Vergleich zu anderen Branchen noch immer auf unterem Niveau. 

ITK, Finanzwesen und Wissenschaft haben es schon erkannt: wer digitalisiert gewinnt

Dass die ITK-Branche den höchsten Digitalisierungsgrad aufweist, ist wenig überraschend. Die Prozesse innerhalb der Produktion oder Dienstleistungserstellung sind dort digitaler vernetzt als bei allen anderen Branchen. Damit nimmt die IKT-Branche, zusammen mit der Finanz- und Versicherungsbranche und den wissensintensiven Dienstleistern mit deutlichem Abstand die ersten drei Plätzen ein.

Start-ups sind weit mehr als eine Quelle der Inspiration 

Einmal mehr, weist der Report Start-ups als Quelle neuer Ideen und Impulsgeber für Innovationen aus. Wer mit Start-ups zusammenarbeitet, bekommt Impulse im Bereich der Digitalisierung für das eigene Unternehmen. Sei es durch einen neuen Software-Algorithmus, der Kundenanfragen beantwortet, einen Standard, der Prozess-Schnittstellen miteinander verknüpft oder eine App für die Verfolgung des Warenflusses.

Start-ups sind aber noch viel mehr. Sie sind in der Lage ganze Branchen auf den Kopf zustellen und durch disruptive Ideen und Technologien etablierte Player vom Markt zu fegen.

Dazu zählen auch gewinnbringende Verbesserungen in etablierten Bereichen wie der Logistik. So versetzt die dynamische Routenoptimierung branchenfremde Unternehmen in die Lage, die Waren- und Paketzustellung oder das Koordinieren von Servicekräften als neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Start-up Power wird kaum genutzt

Trotz dieser Tatsache arbeiten nur vier Prozent der Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Start-ups zusammen um das eigene Unternehmen mit Digitalisierung voranzutreiben. Hier sind die großen Unternehmen weit aktiver, obwohl mittelständische Unternehmen genauso stark davon profitieren würden. Doch das Prinzip: " Das haben wir schon immer so gemacht", hemmt notwendige Modernisierungen und neue Geschäftsideen.

Gibt es in Ihrem Unternehmen Digitalisierungsprojekte mit Start-ups, die großes Veränderungspotenzial haben?

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